Projektgruppe: Ackerbau
Praxisforschungs-betriebe
Forschungspartner
BERATUNG
Projektlaufzeit
Juli 2026 bis
Juni 2027
Projektinfos
KOMPASS Hessen: Stickstoff besser im System halten
Leguminosen-Gras-Gemenge wie Klee- oder Luzernegras sind wertvolle Bausteine nachhaltiger Fruchtfolgen. Sie versorgen den Boden mit Stickstoff, fördern die Bodenfruchtbarkeit und helfen, Beikräuter zu regulieren. Beim Umbruch kann jedoch ein Teil des gebundenen Stickstoffs verloren gehen, vor allem durch Auswaschung.
Genau hier setzt KOMPASS Hessen an.
In dem Projekt wird untersucht, wie sich Stickstoffausträge nach dem Umbruch von Leguminosen-Gras-Gemengen einfach, zuverlässig und kostengünstig erfassen lassen. Dafür werden etablierte Messsysteme mit selbstgebauten Sickerwassertaschen verglichen. Ziel ist eine Methode, die nicht nur wissenschaftlich belastbar, sondern auch auf Praxisbetrieben einsetzbar ist.
Gleichzeitig testen sieben hessische Betriebe und die Domäne Frankenhausen eine artenreiche Mischung aus Klee, Luzerne, Gräsern und Kräutern. Verglichen wird sie mit den jeweils betriebsüblichen Mischungen. Untersucht werden Bestandsentwicklung, Ertrag und Stickstofffixierung unter unterschiedlichen Standortbedingungen.
So soll sichtbar werden:
- welche Mischungen sich an welchen Standorten bewähren,
- wie sich Stickstoffverluste besser erfassen und vermeiden lassen,
- und wie Leguminosen-Gras-Gemenge gezielter in ökologische und konventionelle Fruchtfolgen integriert werden können.
KOMPASS Hessen verbindet Forschung, Beratung und landwirtschaftliche Praxis. Die Ergebnisse sollen direkt in die Betriebe und in die hessenweite Beratung einfließen.
Damit leistet das Projekt einen Beitrag zu mehr Boden- und Gewässerschutz, stabileren Fruchtfolgen und einer geringeren Abhängigkeit von mineralischem Stickstoff.



